
In Mackenbach wurde erneut eine manipulierte Halloween-Süßigkeit gefunden: Eine Frau biss auf eine Nadel in einem Kaubonbon.
Mackenbach (Kreis Kaiserslautern) – Nach dem Fund eines Metallnagels in einer Halloween-Süßigkeit ist der Polizei ein weiterer Fall gemeldet worden. Eine 44 Jahre alte Frau aus Kaiserslautern erstattete am Dienstag Anzeige, nachdem sie beim Verzehr eines Kaubonbons auf eine darin versteckte Nadel gebissen hatte.
Nach Angaben der Polizeidirektion Kaiserslautern war die Frau am Halloween-Samstagabend mit ihrer dreijährigen Tochter in Mackenbach unterwegs, um Süßigkeiten zu sammeln. Als sie später eines der gesammelten Kaubonbons essen wollte, biss sie auf die präparierte Nadel. Verletzt wurde sie dabei nicht.
Erst wenige Tage zuvor war in Mackenbach ein ähnlicher Fall bekannt geworden. Wie in einem früheren Beitrag berichtet, hatte ein neunjähriger Junge beim Verzehr einer Fruchtgummistange einen Metallnagel entdeckt. Auch er blieb unverletzt.
Die Polizei Rheinland-Pfalz nimmt die Vorfälle nach eigenen Angaben sehr ernst. Neben der Aufklärung der einzelnen Sachverhalte prüfen die Ermittler auch, ob zwischen den beiden Fällen ein Zusammenhang besteht. Bislang liegen jedoch keine gesicherten Erkenntnisse vor, die auf ein systematisches oder landesweit koordiniertes Vorgehen schließen lassen.
Die Hintergründe der Taten sind derzeit noch unklar. Wer die Fremdkörper in die Süßigkeiten eingebracht hat, ist bislang nicht bekannt.
Die Polizeidirektion Kaiserslautern teilte mit, sie könne nachvollziehen, dass solche Meldungen insbesondere bei Eltern Besorgnis auslösen. Gerade wenn es um die Sicherheit von Kindern gehe, sei besondere Aufmerksamkeit geboten. Gleichzeitig appellieren die Beamten, besonnen mit entsprechenden Informationen umzugehen. Die ungeprüfte Verbreitung von Meldungen in sozialen Medien oder privaten Chatgruppen könne unnötige Ängste schüren und zu weiterer Verunsicherung beitragen.
Für Eltern bedeutet das konkret: Gesammelte Süßigkeiten sollten vor dem Verzehr sorgfältig kontrolliert werden. Besonderes Augenmerk sollte laut Polizei auf beschädigte oder bereits geöffnete Verpackungen sowie auffällige Veränderungen an den Süßigkeiten gelegt werden. Verdächtige Süßwaren sollten nicht verzehrt, sondern möglichst mitsamt ihrer Verpackung aufbewahrt und der Polizei gemeldet werden.
Beide bislang bekannten Fälle ereigneten sich in Mackenbach im Landkreis Kaiserslautern. Nach Angaben des Antenne-Trier-Portals lokalo.de ermittelt die Polizei im ersten Fall wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung. Konkrete Hinweise auf weitere manipulierte Halloween-Süßigkeiten über den Landkreis Kaiserslautern hinaus liegen nach bisherigem Stand nicht vor.
Dennoch zeigen die beiden Vorfälle, dass Eltern in der gesamten Region zu erhöhter Vorsicht aufgerufen sind. Die Empfehlung der Polizei, gesammelte Süßigkeiten genau zu prüfen, gilt unabhängig vom konkreten Wohnort und kann auch Familien in anderen Teilen des Landkreises als Orientierung dienen.
Die Polizei führt ihre Ermittlungen nach eigenen Angaben mit der gebotenen Sorgfalt fort. Sollten sich neue Erkenntnisse oder konkrete Gefahrenhinweise ergeben, werde die Öffentlichkeit entsprechend informiert. Die Ermittlerinnen und Ermittler bitten zudem um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer am Halloweenabend in Mackenbach verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder selbst eine manipulierte Süßigkeit gefunden hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Weitere Details sollen in den kommenden Tagen folgen.






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