
Nach Mackenbach melden auch Dörrenbach, Westheim und weitere Orte in Deutschland Nadeln und Nägel in Halloween-Süßigkeiten.
Kaiserslautern – Nach dem Fall einer manipulierten Süßigkeit in Mackenbach sind in der Pfalz und bundesweit weitere Vorfälle mit Metallgegenständen in Halloween-Süßigkeiten bekannt geworden. Betroffen sind unter anderem die Südpfalz, Ludwigshafen sowie zahlreiche weitere Orte in Deutschland.
Wie der Pfalz-Express berichtet, entdeckten Kinder in Dörrenbach und Westheim Metallteile in ihren gesammelten Süßigkeiten. In Dörrenbach fand ein elfjähriges Mädchen eine Nähnadel in einem Schokoriegel, nachdem sie ihre Süßigkeiten nach Hinweisen aus sozialen Netzwerken vorsorglich mit einem Magneten überprüft hatte. In Westheim bemerkte ein zwölfjähriges Mädchen beim Essen eines Kaubonbons einen metallischen Gegenstand – es handelte sich um einen Nagel. Bei der anschließenden Kontrolle weiterer Süßigkeiten fand sich zudem eine Tackernadel in einem weiteren Kaubonbon. Nach Angaben des Pfalz-Express wurde keines der Kinder verletzt.
Bereits zuvor war in Ludwigshafen ein Nagel in einem Halloween-Schokoriegel entdeckt worden. Mit den beiden neuen Fällen aus der Südpfalz sind damit mehrere Vorfälle aus der Region bekannt, darunter auch der Fall aus Mackenbach im Landkreis Kaiserslautern, über den in einem früheren Beitrag berichtet wurde.
Auch außerhalb von Rheinland-Pfalz häufen sich die Meldungen. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur wurden Fälle unter anderem in Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen registriert. Im thüringischen Leinefelde-Worbis geht die Polizei laut einer eigenen Mitteilung von einer vorsätzlichen Präparierung der Süßigkeiten aus, da Kinder dort an zahlreichen Haustüren geklingelt hatten. Es wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
In Filderstadt im Landkreis Esslingen fanden zwei Familien mehrere Nadeln in Milch-Haselnuss-Schnitten, wobei die Nadeln von außen nicht sichtbar waren. Ähnliche Funde meldete das Polizeipräsidium Konstanz aus Rielasingen-Worblingen. In Bayern wurden in Landshut, Nürnberg und Neuburg Schrauben und Nadeln in Kaubonbons und Schokoriegeln entdeckt. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand, da Eltern die Gegenstände vor dem Verzehr bemerkten.
In Hannover fand ein neunjähriges Mädchen laut Polizeiangaben gleich in drei einzeln verpackten Süßigkeiten jeweils eine Nähnadel. Auch aus Bremen und Salzgitter wurden entsprechende Funde gemeldet, in beiden Fällen ermittelt die Polizei wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Nicht jeder Verdachtsfall bestätigte sich: In Appenheim im Landkreis Mainz-Bingen stellte sich laut Polizei heraus, dass zwei Magneten durch ein Versehen in ein Kaubonbon gelangt waren und keine Manipulation vorlag.
Die Hintergründe der Vorfälle sind nach Angaben der ermittelnden Polizeibehörden weiterhin unklar. Auch ein möglicher Zusammenhang zwischen den einzelnen Fällen in verschiedenen Regionen Deutschlands wird laut Pfalz-Express derzeit geprüft. In mehreren Fällen ließ sich zunächst nicht nachvollziehen, aus welchem Haushalt die betroffenen Süßigkeiten stammten, da die Kinder an zahlreichen Türen klingelten.
Die Polizei ermittelt in den bestätigten Fällen in der Regel wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.
Mit den Fällen aus Dörrenbach, Westheim und Ludwigshafen reiht sich die Südpfalz in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein, die auch den Landkreis Kaiserslautern erreicht hatte. Für Eltern in der Region bedeutet das konkret: Gesammelte Süßigkeiten sollten vor dem Verzehr sorgfältig kontrolliert werden, insbesondere wenn deren Herkunft nicht genau bekannt ist.
Die Polizei appelliert an Eltern, Halloween-Süßigkeiten unbekannter Herkunft genau zu prüfen und im Zweifel zu entsorgen. Wer Nadeln, Nägel oder andere verdächtige Gegenstände in Süßigkeiten findet, sollte diese nach Angaben der Polizei zusammen mit der Verpackung aufbewahren und sich umgehend an das zuständige Polizeirevier wenden. Fremdkörper sollten dabei möglichst nicht selbst entfernt werden, um mögliche Spuren nicht zu zerstören.
Weitere Details zu den laufenden Ermittlungen sollen in den kommenden Tagen folgen.






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